Industrie und Handwerk fragen nach: Wie qualifiziere ich meine Mitarbeiter?

E-Learning Trends Annika Willers · vor 1 Jahr

Der erste Einstieg in die selbst-verwaltete Weiterbildung von Mitarbeitern. Welche Schritte sind notwendig? Welche Vorbereitungen sollte ich treffen? Unser Beitrag für das Themenheft „Tradition und Innovation – Zwischen Hobel und Hightech“ zum Thema Qualifizierung im DIY-Style.

Qualifizierte Mitarbeiter

Konstante Qualifikation von Mitarbeitern wird in vielen Firmen als immer schwieriger empfunden, denn Produktlebenszyklen werden schneller und erfordern stetig neue Kenntnisse. Doch auch interne Prozesse beschleunigen sich, und um aufwendige Abstimmungsschleifen mit Personalabteilung oder externen Dienstleistern zu vermeiden, sind Projektverantwortliche immer mehr selbst gefragt, die Qualifikation ihrer Mitarbeiter voranzutreiben.

Resultat ist eine neue Weiterbildungskultur im Sinne des DIY-Prinzips (Do-It-Yourself). Projektverantwortliche stellen ihr Wissen zur Verfügung, bereiten Kurse vor und lassen Mitarbeiter aktiv an der eigenen Qualifizierung teilhaben. Folgende 3 Schritte sind dabei entscheidend:

1. Wissen effektiv bereit stellen

PDF und E-Mail haben ausgedient, denn sie gehen in der Flut an Nachrichten verloren und sind schnell veraltet und vergessen. Hier kommt E-Learning ins Spiel. Eine zentrale Trainingsplattform mit allen relevanten Aus- und Weiterbildungsangeboten ist immer erreichbar und immer aktuell. Jedenfalls wenn sich Unternehmensmitarbeiter aktiv um die Kurse und Inhalte kümmern. Hierzu braucht es intuitive Tools die sich ohne fremde Hilfe bedienen und aktualisieren lassen. DIY ist das Stichwort!

2. Lernerfolg festhalten

Auch das ist eine Errungenschaft von E-Learning in Unternehmen: Dokumente werden nicht mehr verschickt und gehofft, dass sie gelesen werden. Stattdessen wird überprüft, wer gelesen bzw. teilgenommen hat. Zusätzlich werden Testfragen eingestellt oder andere Aufgaben gestellt. Hieran lässt sich der Lernerfolg festmachen und im persönlichen Gespräch auswerten. Die Transparenz hat nicht nur für das Unternehmen eine große Bedeutung, sondern hilft auch Teilnehmern, ihre eigene Qualifikation und den weiteren Lernbedarf einzuschätzen.

3. Mitarbeiter einbinden und motivieren

Eins ist bei der modernen Weiterbildung essentiell: der Mitarbeiter wird nicht mehr als bloßer Empfänger angesehen! Er gestaltet mit und das in jeder Hinsicht. Ein bekanntes Konzept hierzu ist das „Employee-Led Learning“. Der Abruf von Inhalten erfolgt zeitlich flexibel und auf dem eigenen Gerät, also völlig selbstbestimmt. Zudem wählt ein Teilnehmer die Inhalte ggf. individuell, manchmal wiederholt er bestimmte Bereiche oder überspringt Module, die nicht relevant sind.

Der Mitarbeiter gibt und erwartet Feedback. Das heißt, er ist bei der Erstellung und Verbesserung von Inhalten involviert, ggf. übernimmt er diese komplett selbst. Wenn der qualifizierte Mitarbeiter anfängt, selbst neue Kurse zu erstellen, z. B. über neue Kompetenzen im Zuge der Digitalisierung, schließt sich der Kreis und eine aktive, sich-selbst-aufrecht-erhaltende Lernkultur ist geschaffen.

Dieser Artikel erschien zuerst im Themenheft „Tradition und Innovation – Zwischen Hobel und Hightech“ und auf erfolg-und-business.de.


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