Weiterbildung im Betrieb – Muss sich etwas ändern für Generation Y?

E-Learning Trends Sina Burghardt · vor 10 Monaten

Generation Y strömt gerade auf den Arbeitsmarkt, der noch nicht gänzlich auf sie eingestellt ist. Dabei stellen die Vertreter der Generation besondere Ansprüche an die Unternehmen – auch im Bereich der Weiterbildung. Müssen sich Unternehmen hier anpassen? Welche Eigenschaften der Generation Y kann ein Unternehmen nutzen oder ansprechen? Und welche Rahmenbedingungen werden allen Mitarbeitern gerecht, ganz gleich welcher Generation X, Y oder Z sie nun angehören?

Generation Y arbeitet im Team
Teamplayer – sowohl offline als auch online. Generation Y zeichnet sich durch eine exzellente Vernetzung aus.

Ziel der betrieblichen Weiterbildung sollte es sein, alle Mitarbeiter gleichermaßen abzuholen. Also die jüngeren Mitarbeiter nicht mit veralteten Schulungsformaten zu demotivieren. Aber auch die älteren Mitarbeiter nicht zu verlieren wenn Weiterbildungsmaßnahmen an die Vertreter der jüngeren Generation angepasst werden. Gerade im E-Learning Bereich gilt es also eine Lösung zu finden, die ein effizientes Miteinander der unterschiedlichen Generationen ermöglicht. E-Learning als interaktive und somit attraktive Weiterbildungsmaßnahme für die jüngeren Generationen, ohne zu komplex oder „neumodisch“ für die älteren Generationen zu werden.

Generation Y – wer steckt dahinter?

Jung, motiviert und technikaffin – so könnte man die Millennials in wenigen Worten beschreiben. Geboren sind die Vertreter dieser Generation zwischen 1980 und 1995. Sie haben den digitalen Wandel und die Globalisierung sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. Rund um die Uhr online und erreichbar zu sein, ist für die das Normalste auf der Welt. Dadurch sind sie besonders gut vernetzt und bleiben nicht nur offline sondern auch online ständig in Kontakt.

Im Gegensatz zu den vorigen Generationen hat die Generation Y zum Großteil einen akademischen Hintergrund. Steffen Laick, Leiter des Recruitment EY sagt dazu im Interview mit Absolventa, er denke „dass es in Zukunft nicht primär darauf ankommt, was, sondern dass man studiert hat“. Durch das Studium beweise ein Absolvent seine analytischen Fähigkeiten und, dass er in der Lage sei, Probleme zu lösen. Welches Fach genau nun studiert wurde, ändert an diesen Fähigkeiten als solchen nichts. Wenn der deutsche Markt sich nun also diesen Möglichkeiten öffnet, dann können auch gänzlich Fachfremde mit ihren im Studium erlernten Fähigkeiten in einem anderen Bereich punkten. „Es ist denkbar, dass beispielsweise ein Historiker bei einer Versicherung arbeitet“, so Laick.

Generation Y als Vorbereitung auf Generation Z?

Geboren zwischen 1995 und 2010 sind die Jugendlichen mit der Digitalisierung aufgewachsen, ein Leben ohne Internet, Tablet und Smartphone kennen sie nicht. Information immer und überall zur Hand zu haben ist für Generation Z kein Neuland, sondern schon immer da gewesen. Der Unterschied zu den früheren Generationen wird jedoch nicht mehr ganz so deutlich zu spüren sein – schließlich sind sich Generation Y und Z in ihren Grundzügen ähnlich.

Generation Y – die ersten Digital Natives

Für alle Jahrgänge vor 1980 gilt gleichermaßen: Das Internet ist erst nach und nach in ihr Leben getreten. Für die Generation Y war es schon immer Teil ihres Lebens. Als erste Digital Natives sind sie gemeinsam mit dem Internet groß geworden. Der Umgang mit den technologischen Medien gehört schon von Kindheit an zu ihrem Alltag.

Das bedeutet auch, dass sie intuitiv mit diesen Möglichkeiten interagieren. Smartphone, Tablet, Social Media – alles kein Problem. Erklärungsbedürftig ist hier erstmal Nichts, im Zweifel wird einfach direkt losgelegt und getestet.

Von klein auf vertraut mit digitalen Medien
Von klein auf vertraut mit digitalen Medien – Die Generationen Y und Z

Die Generation Y und Weiterbildung

Millennials arbeiten vertraut mit unterschiedlichen Geräten und wechseln übergangslos zwischen ihnen. Da erscheint es nur natürlich, dass dieser Wechsel auch bei Weiterbildungsmaßnahmen einfach möglich sein sollte. Abhilfe bieten hier cloud-basierte Learning Management Systeme. Trainings lassen sich problemlos von jedem Endgerät abrufen, einzig ein Browser wird benötigt. Durch responsives Design der Plattform ist das Training auf jedem Gerät gleich wirkungsvoll. Ohne Abstriche, selbst auf dem kleinen – oder doch etwas größeren – Display des Smartphones.

Stichwort ist hier außerdem: Microlearning. Die kleinen Trainings-Häppchen bieten sich auch für das Lernen zwischendurch an. Flexibel kann so jeder Mitarbeiter selbst bestimmen, wann er welche Lerneinheit absolviert und wie viel Zeit er gerade investieren kann. Das kommt auch der Selbstbestimmung der Vertreter der Generation Y entgegen: solange die Lerneinheiten kurz sind und Spaß machen, sind die Millennials offen für Weiterbildung. Kommen dann noch interaktive Elemente und Gamification hinzu, sind die Bedürfnisse der jungen Generation gedeckt.

Doch was ist mit den älteren Mitarbeitern? Schaut man genauer hin, kommen Microlearning, mobiles und flexibles Lernen genauso auch den älteren Generationen zugute. Auch für sie ist es ein Vorteil, wenn das Lernen in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Intuitive Lernumgebungen vereinfachen den Umgang mit den Inhalten und bieten zudem die Möglichkeit, bei Bedarf schnell auf einzelne Lernschritte und Inhalte zurückzugreifen. Wichtig ist es bei vielen älteren Mitarbeitern vor allem, Hemmschwellen abzubauen, sodass keine instinktive Abwehrhaltung gegenüber dem Neuartigem aufkommt.

LMS auf jedem Geraet
Alle Informationen sind jederzeit und von überall im LMS abrufbar

Arbeitsweise der Generation Y – Work-Life-Balance

Eigenverantwortlich, mobil und flexibel arbeiten: starre Hierarchien haben für Generation Y ausgedient. Besonders Flexibilität ist wichtig und beeinflusst den Arbeitsalltag, sei es durch flexible Arbeitszeiten, Home Office Regelungen oder sogar Sabbaticals. Dabei wollen die Millennials nicht streng zwischen Arbeit und Privatleben trennen. Beide ergänzen sich und verschmelzen mehr und mehr. Allerdings ist hier bei Generation Z wieder ein Trend zur klareren Abgrenzung zu sehen: diese Mitarbeiter wollen privat so wenig wie möglich mit ihrer Arbeit in Berührung kommen und umgekehrt.

Auch das Thema Selbstbestimmung rückt im Arbeitsleben der Millennials besonders in den Fokus. Die junge Generation legt mehr Wert auf die persönliche Entfaltung im Job als auf die klassische Karriere. Leistung ist ihnen wichtig, aber untrennbar mit Selbstverwirklichung und Glücklichsein verbunden. Sie arbeiten gerne selbstständig, dabei werden Anpassungs- und Lernbereitschaft groß geschrieben.

Infografik E-Learning Generation Y

Fazit

E-Learning eignet sich gut, um betriebliche Weiterbildung für alle Generationen anzubieten. Moderne, flexible Trainings sind sowohl attraktiv für die jüngeren Generationen Y und Z, als auch vorteilhaft für die Vertreter der vorigen Generationen. Durch intuitiv und benutzerfreundlich gestaltete Learning Management Systeme werden alle Mitarbeitergenerationen gleichermaßen abgeholt: es wird nicht langweilig, aber auch nicht zu kompliziert.

Zeitgleich profitieren alle von Microlearning, da an Ort und Stelle auf relevante Inhalte zugegriffen werden kann und so das Lernen hervorragend in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Ob dann auch zuhause oder unterwegs noch weitergelernt wird oder aber nach Feierabend auch die Weiterbildung pausiert, bleibt dabei jedem Mitarbeiter selbst überlassen.

Durch die Vermischung der Generationen ergeben sich weitere Vorteile für das Unternehmen. Ist ein junger Mitarbeiter als Seiteneinsteiger noch nicht gänzlich vertraut mit seinem Arbeitsgebiet, kann das Fachwissen von einem älteren Mitarbeiter aus einer früheren Generation vermittelt werden. Im Gegenzug können Millennials und Generation Z-ler ihren älteren Kollegen vielleicht die digitalen Medien noch ein Stück näher bringen.


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