5 Tipps für ortsunabhängiges Produkttraining

E-Learning Trends Annika Willers · vor 10 Monaten

Produktschulungen sichern Mitarbeitern und Partnern aktuelle Kenntnisse und die Gewissheit „das Richtige“ zu tun. Zunehmend erstellen Produktmanager und Teamleiter diese Trainings selbst, unterstüzt durch flexible E-Learning Software. Dennoch bleibt die Entfernung zwischen den Produktionsstätten eine Herausforderung: Erfolg und Resultate einer Schulung sind über den Abstand hinweg schwierig nachzuvollziehen. Außerdem sorgen Sprachunterschiede mitunter für Unsicherheit. 5 Tipps wie das vom Manager erstellte Produkttraining zum Erfolg wird.

Produkt Training in einer mehrsprachigen Plattform Einheitliche und zusammenhängende Produktschulung an allen Standorten

1. Flexibilität schaffen mit Online-Training

Effektive Produktschulungen sind für den Unternehmenserfolg unerlässlich, insbesondere bei internationalen Herstellern mit verschiedenen Produktionsstätten: Angestellte und Partner brauchen regelmäßige Updates und Trainings, um über das Geschehen in der gesamten Organisation auf dem Laufenden zu bleiben. Dies setzt Führungskräfte unter Druck, Informationen schnell und regelmäßig zu verbreiten. Zudem wird erwartet, dass die Inhalte benutzerfreundlich und flexibel abrufbar bereit gestellt werden; und in der eigenen Sprache verfügbar sind.

Viele Produktmanager haben den Bedarf an regelmäßigem Produkttraining erkannt, tun sich jedoch schwer mit der aufwandsarmen aber effektiven Umsetzung. Wichtig ist daher, dass zunächst die Grundvoraussetzungen erkannt werden:

  1. Neue Produkte und Produktupdates müssen schnell und regelmäßig an die Mitarbeiter gebracht werden, grade wenn viele Produktneuerungen anstehen und viel Mitarbeiterwechsel passiert, sodass der Wissensstand im Unternehmen schwierig zu überblicken ist.
  2. Dokumente werden wiederholt verschickt und nicht immer ganz gelesen. Dennoch müssen Manager sichergehen, dass Mitarbeitern eine aktuelle Version vorliegt und sie das Material verstanden haben.
  3. Oft arbeiten Partner und Mitarbeiter an weit verstreuten Standorten. Unterschiedliche Zeiten, Abläufe und Termine erschweren regelmäßige Zusammenkünfte. Zusätzlich sind an diese stets Reisekosten und Unterbrechungen der Arbeit gekoppelt. Dies kann effizienter gestaltet werden.
  4. Partner und Kollegen an ausländischen Standorten sprechen oft andere Sprachen. Mit Englisch als Universalsprache kommen nicht alle gleich gut zurecht und so brauchen sie mehr Zeit, um die Informationen verarbeiten zu können. Daher ist es notwendig, Produktschulung in der Muttersprache zur Verfügung zu stellen und darüber hinaus Zeit und Tempo selbst bestimmen zu lassen.

2. Hemmschwellen abbauen durch Mehrsprachigkeit

Viele Hersteller – grade in Europa – haben Vertriebsteams, Partner und Produktionsstätten im In- und Ausland. Hier ist es besonders wichtig, Inhalte adäquat und ohne Sprachbarriere zu übermitteln, welche Verunsicherung auslösen kann (ELT Journal) und folglich die Akzeptanz des Trainings verringert. Um darüber hinaus die flexible Zugänglichkeit zu gewährleisten, nutzen Firmen vermehrt cloud-basierte Lernplattformen, mit der Inhalte ohne Software-Installation von überall aus abrufbar sind. Das Produkttraining wird in den jeweiligen Sprachen eingestellt, die von am Produkt involvierten Mitarbeitern gewünscht werden. Voraussetzung: Die Lernplattform bietet die Sprache für Navigation, Feedback und Berichte an.

Sprachauswahl in CoursepathMehrsprachige Varianten einer Produktschulung

3. Informationen bedarfsgerecht übermitteln

Vermieden werden sollte, dass wertvoller Input verloren geht weil Teilnehmer das Training vorzeitig abbrechen und nicht weiter fortsetzen. Es wurde aber herausgefunden, dass Mitarbeiter durchaus Interesse an regelmäßigem Training haben. Hier folgen die wichtigsten Voraussetzungen, um Informationen bedarfsgerecht zu übermitteln.

  • Lernen, wo man ist – via Laptop, Handy oder Tablet – an eigene Zeitpläne und Geschwindigkeit angepasst, mit der Möglichkeit, Trainings später an der passenden Stelle wieder aufzugreifen.
  • Echtzeit-Zugang zu aktuellem und relevantem Produktwissen, einsetzbar als Performance Support bei Problemen oder Unsicherheit, wie mit einer Situation umzugehen ist.
  • Komplexe Produktspezifikationen, Zeichnungen, Installations- und Gebrauchsinformationen werden durch Multimedia-Aufbereitung und Microlearning ansprechender und zugänglicher gemacht.
  • Moderne und ansprechende Benutzeroberfläche, mit der ein Teilnehmer intuitiv durch die Inhalte geführt wird.
  • Möglichkeit zur Zusammenarbeit, z.B. durch Feedback und Diskussion auf offene Fragen einzugehen, eigene Erfahrungen zu ergänzen und gegenseitige Unterstützung zu leisten.
  • Individuelle Anpassungen in der Benutzeroberfläche und in der Sprache.

4. Zeit sparen durch automatische Konvertierung

Produktmanager nehmen die Bereitstellung von produktbezogenen Inhalten oft als zeitintensives Unterfangen wahr. Jedoch lassen sich Kurse recht schnell durch vorhandenes Material wie PowerPoint Präsentationen oder PDF Dokumente erstellen. Durch die Möglichkeit, Lernaktivität und Ergebnisse sichtbar zu machen, ist ein Manager stets in der Lage, bei Bedarf zusätzliches Training und Support zu geben. So erzielt er ein besser informiertes und motiviertes Team, welches für eine bessere Produktion und Qualität sorgt.

Um den Ablauf so einfach so möglich zu halten, kreieren Produktmanager oder ihre Mitarbeiter zunächst einen Vorbildkurs, der später für jede Zielgruppe übersetzt wird. Dann gilt es, für die einfache Navigation in jeder Kursversion zu sorgen. In einer mehrsprachigen Trainingsplattform erscheinen die Navigationselemente, Erinnerungs- und Statusnachrichten in der Sprache des Benutzers. Hierdurch werden Ängste abgebaut und das Training besser angenommen.

Wenn sich Teilnehmer mit dem Online-Training wohlfühlen und die Inhalte gerne abrufen, merken sie sich die Informationen besser – oder denken daran, in einer schwierigen Situation zum Training zurückzukehren um die nötigen Informationen abzurufen. Hierdurch wird nicht nur die individuelle Arbeitsleistung besser: eine Lernplattform mit Teilnehmern verschiedenster Standorte verstärkt die Zusammenarbeit und den „Teamspirit“. Alle Teilnehmer erfahren die gleichen Inhalte. Mit diesem Bewusstsein fühlen sich die Mitarbeiter weniger ausgeschlossen, und beteiligen sich mehr und mehr am Informationsfluss und Wissensaustausch in der stets verfügbaren Plattform.

5. Gewonnene Zeit einsetzen für Feedback-Gespräche

Wenn E-Learning erfolgreich aufgesetzt wird, sodass für Produktmanager und Trainingsteilnehmer Abläufe effizienter werden, kann die Zeitersparnis für andere Abläufe wie Feedback-Gespräche genutzt werden. Feedback-Gespräche sind immer notwendig, egal ob Schulungen vor Ort oder per E-Learning durchgeführt werden. Doch leider fallen sie als erstes aus, wenn Zeitmangel und -druck Überhand nehmen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Lernergebnisse in der Lernplattform einzusehen und mit dem jeweiligen Mitarbeiter direkt zu besprechen. Unsicherheiten und Fehler werden so am schnellsten bereinigt. Und für den Mitarbeiter ist es ein unbezahlbarer Ausdruck an Wertschätzung.

Weiterführende Links:
Actega Terra betreibt internationale Produktschulung mittels E-Learning. Zum Kundencase.

Bildrechte Weltkarte: Nicolas Raymond