Nutzungsbedingungen für E-Learning Kurse einstellen

Produkt News Sina Burghardt · vor 2 Monaten

Interne Kursdaten und –inhalte vor unbefugtem Zugriff und möglicher Weiterverbreitung zu schützen, ist ein heikler, doch unglaublicher wichtiger Punkt beim Aufsetzen einer Online-Akademie. Wie Sie Nutzungsbedingungen einsetzen, um die Sicherheit von E-Learning Kursen und ihren Inhalten zu gewährleisten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Nutzungsbedingungen

E-Learning bringt viele Vorteile mit sich, am häufigsten genannt wird wohl der eigenständige Zugriff auf die Lerninhalte (vgl. E-Learning Studie von Coursepath). Das ist nur dank des digitalen Datenaustausches möglich. Das Internet ermöglicht E-Learning in seiner heutigen Form: interaktiv, sekundenschnell aktualisiert, flexibel und flächendeckend einsetzbar.

Web-basierte Lösungen im Schulungsbereich sind wichtig und praktisch für uns alle – ob als Mitarbeiter oder als Unternehmen. Doch völlig unbedenklich ist der Transfer von Informationen und Daten nicht. Gerade beim E-Learning werden Daten erhoben, die besonders schützenswert sind. Als Unternehmen sollte man sich daher bei der Auswahl der E-Learning Plattform gut darüber informieren, wo die Daten gespeichert werden und wie mit ihnen verfahren wird. Wichtig ist in vielen Fällen auch, dass die Nutzer der Plattform vorab den Nutzungsbedingungen zustimmen. So erklären die Nutzer ausdrücklich ihre Zustimmung zur Datenverarbeitung zwecks Online Schulungsmaßnahmen.

Nutzungsbedingungen, AGB, Einwilligungserklärung? – Begriffserklärung

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) findet man häufig im „Kleingedruckten“. Dahinter verbergen sich vorformulierte Vertragsbedingungen. Nutzungsbedingungen sind meistens im Internet zu finden, wenn man sich einen Account bei einer Plattform einrichtet. Grundlegende Unterschiede zwischen den Begriffen gibt es jedoch keine.

Manchmal finden sich auch die Regelungen zum Datenschutz in den AGB oder Nutzungsbedingungen wieder. Solange hier keine Regelungen hinterlegt sind, die einer ausdrücklichen Einwilligung seitens der Nutzer bedürfen, reicht das auch völlig aus. Gehen Sie daher sicher, dass die Regelungen, die in Ihren AGB oder Nutzungsbedingungen hinterlegt sind entweder allgemein gültig sind oder holen Sie bei Ihren Teilnehmern eine ausdrückliche Einwilligung zur Verwendung der Daten ein.
Das funktioniert beispielsweise, indem Sie die Nutzungsbedingungen vorschalten. Damit ist ein Zugriff auf die Kurse Ihrer E-Learning Plattform ohne Zustimmung nicht möglich.

Wie setze ich die Nutzungsbedingungen auf? – Hilfreiche Tipps

Gleich vorneweg: Formulieren Sie die Nutzungsbedingungen gut lesbar und machen Sie deutlich klar, wem die Einwilligung erteilt wird. Stellen Sie sicher, dass die Nutzer auch zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die Nutzungsbedingungen zugreifen können, etwa indem Sie die Seite im Menü oder im Footer verlinken (wie das bei Coursepath geht, lesen Sie im nächsten Abschnitt). Geben Sie am besten stets das Datum an, ab dem die Nutzungsbedingungen gelten. Ebenso sollten neue Versionen mit Datum versehen werden. Achten Sie darauf, Nutzer auch auf ihre Widerrufsrechte hinzuweisen.

Bestandsdaten und Nutzungsdaten, die zur Nutzung der E-Learning Plattform unbedingt erforderlich sind, können auch ohne ausdrückliche Einwilligung verarbeitet werden, sofern sie für das Schulungsangebot wesentlich sind. Darunter fallen u.a. die IP-Adresse, Nutzernamen, Passwörter und E-Mailadressen.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, auf die Verarbeitung der Daten hinzuweisen und eine Zustimmung des Nutzers einzuholen. Der Nutzer willigt somit ein, dass seine Daten zum Zweck des E-Learnings verarbeitet werden dürfen.

Mehrsprachige Nutzungsbedingungen in Coursepath hinterlegen – so geht’s

In Coursepath hinterlegen Sie Nutzungsbedingungen ganz einfach – jetzt auch in verschiedenen Sprachen.

  1. Klicken Sie auf Optionen > Akademie-Seiten
  2. Wählen Sie Seite hinzufügen > Nutzungsbedingungen
  3. Nutzungsbedingungen einstellen
  4. Hinterlegen Sie im Dialogfeld Ihre Nutzungsbedingungen
  5. Wählen Sie die Sprache aus
    Wählen Sie hier die jeweilige Sprache, in der die Nutzungsbedingungen geschrieben sind. Mitglieder bekommen die Nutzungsbedingungen automatisch in der Sprache angezeigt, die sie als Akademie-Sprache gewählt haben. Sollten in der gewählten Sprache keine Nutzungsbedingungen hinterlegt sein, werden die Nutzungsbedingungen der Standard-Sprache angezeigt, die Sie beim Setup der Akademie festgelegt haben.
  6. Setzen Sie Häkchen zum Anzeigen in der Navigationsleiste und/oder im Footer
    Mit dem Setzen der Häkchen stellen Sie sicher, dass die Nutzer auch zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die Nutzungsbedingungen zugreifen können. Wählen Sie Navigationsleiste, um im Menü zu den Nutzungsbedingungen zu verlinken; wählen Sie Footer, um eine Verlinkung im Footer anzuzeigen. Eine Auswahl beider Optionen ist möglich.
  7. Klicken Sie auf Speichern
  8. Wiederholen Sie die Schritte 1-6 für jede weitere Sprache, in der Sie Nutzungsbedingungen hinterlegen möchten

Den so eingestellten Nutzungsbedingungen müssen Ihre Akademie-Mitglieder zustimmen, bevor sie an Kursen teilnehmen können. Diese Einwilligung wird protokolliert. Im Excel Download der Akademie-Mitglieder finden Sie eine separate Spalte mit Datum der Einverständniserklärung.

Aktualisierte Nutzungsbedingungen? Setzen Sie ein Häkchen bei der Option Die Mitglieder müssen die Nutzungsbedingungen erneut akzeptieren, um bei Änderungen der Nutzungsbedingungen erneut die Zustimmung der Nutzer einzuholen.

Fazit

Mit der Einstellung von Nutzungsbedingungen für Ihre E-Learning Akademie sind Sie auf der sicheren Seite. Verschiedene Sprachen der Nutzungsbedingungen garantieren Ihnen, dass Ihre Teilnehmer diese auch verstehen bevor sie einwilligen. Die Protokollierung der Einwilligung stellt sicher, dass diese nachgewiesen werden kann.

Datenschutz = ein Thema?

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