Coursepath Studie 2019: Schulungsverantwortliche bleiben gespalten gegenüber E-Learning

E-Learning Trends Sina Burghardt · vor 5 Monaten

Zuständigkeiten von sogenannten Schulungsverantwortlichen beleuchtet die Coursepath Studie mit besonderem Augenmerk auf Erstellung und Produktion von unternehmensinternen Schulungen. Nicht nur die Berufsgruppen sorgen dabei für erhebliche Unterschiede bei der Einstellung gegenüber modernen Schulungsformaten.

Trendstudie unternehmensinterne Schulungen

Wer übernimmt unternehmensinterne Schulungen?

Als schulungsverantwortlich sieht sich zum einen die Berufsgruppe der Personaler und Human Resources Manager. Zunehmend finden sich aber auch unter Geschäftsführern, Produktmanagern und Team-, Bereichs- und Abteilungsleitern Personen, die sich als zuständig für unternehmensinterne Schulungen sehen. In beiden Bereichen beziehen Verantwortliche traditionelle und moderne Schulungsmethoden in unterschiedlichem Ausmaß in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ein. Zu diesem Schluss kommt die Trend-Studie von Coursepath, die 2019 erneut in Zusammenarbeit mit Thomas Seitz Marktforschung aus Ludwigshafen durchgeführt wurde.

101 Personen, die sich für die Schulung von mindestens 10 Mitarbeitern verantwortlich sehen, haben an der Studie teilgenommen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll das Angebot zur Schulungserstellung verbessert werden, sodass es den Verantwortlichen leichter fällt, Schulungen selbstständig auch mit digitalen Mitteln aufzubauen.

Grafik E-Learning Nutzung nach Zuständigkeit und Branche
E-Learning Nutzung nach Zuständigkeit und Branche

Weniger Vorurteile in der Einstellung gegenüber E-Learning

Der Einsatz von modernen Schulungsmethoden steigt und so setzen bereits 54% der befragten Unternehmen E-Learning ein. Banken setzen dabei deutlich häufiger auf das moderne Schulungsformat als andere Branchen. Weitere Formate wie Fernstudium und Blended Learning kommen ebenso verstärkt zum Einsatz. Auch wurde, wie bereits in der Vorgängerstudie 2017, herausgefunden, dass sogenannte Fachfremde zum Teil aufgeschlossener gegenüber E-Learning sind, als ihre Kollegen aus dem Personalbereich. Vorurteile gegenüber E-Learning sind weniger ausgeprägt; Vorteile mindestens ebenso stark wahrgenommen wie die Nachteile. Womit sich jedoch beide Gruppen nach wie vor schwer tun, ist die eigene Erstellung von E-Learning Formaten.

Grafik Nutzung von E-Learning Angeboten unter Schulungsverantwortlichen
Nutzung von E-Learning Angeboten unter Schulungsverantwortlichen

Zögern bei der eigenen Erstellung von E-Learning Kursen

Die Erstellung von E-Learning Kursen übernehmen zum Teil externe Dienstleister; entweder als maßgeschneiderte Individuallösung oder als zukaufbare fertige Kurse. Intern helfen Kollegen, Assistenten und – zunehmend weniger – die IT-Abteilung aus. Die Aus- und Weiterbildung erstreckt sich somit über verschiedene Unternehmensbereiche und kann als echtes Teamwork bezeichnet werden.

Spannend bleibt die Frage, warum Selbsterstellung bisher kaum Thema bei den Schulungsverantwortlichen ist. Die Wahrnehmung der Vor- und Nachteile der Schulungsformate, Kostenpunkte und Alternativen zum E-Learning werden hierfür näher beleuchtet.